Dienstag, 17. Mai 2022

Lesestoff


Eine liebe Geschichte mit Reisetagebüchern
Die Erfinderin der Unlogik
Die 4. Auflage als e-book und als Print






Vogel als Brandstifter
Red fängt Zackenbarsch










Auf Deutsch und Portugiesisch
Touristen beim Fotografieren fotografiert

So oder so

Fotografiert von Heinz-Peter
Tjaden in Santa Luzia.
7. Februar 2022. Wenn Sie auf Madeira eine Wohngemeinschaft gründen oder sich einer Wohngemeinschaft anschließen, dann können Sie natürlich eine Mitbewohnerin wie die auf dem Foto bekommen. Wenn diese Frau aber auf der Hauswand in Funchal bleibt, bekommen Sie vielleicht meine. 

Mittwoch, 11. Mai 2022

Staunender Mieter

Im Moment ist es nicht
nur draußen schön.
Foto: Heinz-Peter Tjaden
Das blitzsaubere Haus

Heute hat der neue Mieter aus Zimmer D gestaunt. Denn so kannte er das Haus noch nicht. Alles blitzsauber. Die Putzfrau war da. Sogar die in der Küche herausgerissene Steckdose ist wieder an ihrem Platz. Dafür verschwand in diesen Tagen mein Dreifach-Stecker für Wasserkocher, Toaster und Mikrowelle. 

Lange staunen wird hier aber niemand. Denn die Brüder M. und R. sind noch nicht da. Einer von ihnen scheißt inzwischen neben die Toilettenschüssel. Der neue Mieter hat nach seinen Angaben ein Video vom anschließenden Zustand des Badezimmers gemacht. Ob er die Aufnahmen während seiner allnächtlichen Wanderungen durch das Haus machte, weiß ich nicht.

Bei meinem heutigen Bummel durch die Altstadt habe ich ein Gespräch mit einem Kellner geführt, der wie ich auch schon in der Schweiz gearbeitet hat. Er erzählte mir, wie so mancher Mieter in Funchal wohnt. Als er "aber die Miete bezahlen muss man" hinzufügte, ging er wohl von Schweizer und deutschen Verhältnissen aus. Denn sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland könnte man die Miete bei derartigen Missständen bis zu 100 Prozent kürzen.

Dass die Verwaltung unseres Hauses überhaupt nicht reagiert, wenn etwas kaputt geht, kann man nicht sagen. Sie hat mich zwar auch schon stundenlang im Badezimmer stehen lassen, als das Wasser neben dem Hahn über den Beckenrand sprudelte, aber kurz vor dem Zusammenbruch wegen der dauernden Wischerei kam doch noch jemand.  

Dienstag, 3. Mai 2022

Muss nicht schweben

Neuer Mieter hat Ahnung vom Fußball

Seit Samstag wohnt wieder jemand im Zimmer D. Er knallt die Türen nicht von Mitternacht bis 3 Uhr morgens. Er plaudert auf dem Balkon mit mir. Er hat mit mir auch schon die Gäste in der nahe gelegenen Taverne erschreckt. Denn er ist wie ich Fan des FC Porto. Fast alle Gäste sind - wie bereits im "Madeira Observer" mehrfach berichtet - Benfica-Fans. 

Die Brüder M. und R. scheinen noch nicht so genau zu wissen, wie sie auf den neuen Mieter reagieren sollen. Ihr Problem. 

Samstag, 30. April 2022

Will nicht schweben

Das Reich von R.
Foto: Heinz-Peter Tjaden
Keine Nacht im Hostel

Das ist schon klar: Jeden Morgen investiere ich eine halbe Stunde in die Sauberkeit von Bad und Küche. Um den Gemeinschaftsraum kümmere ich mich allerdings nicht mehr. Der ist jetzt das (unordentliche) Reich von R. 

In diesem Monat habe ich keine Nacht im 29 Madeira Hostel verbracht, um mich zu erholen. Die Knalltüte aus Zimmer D ist ausgezogen und eine neue Knalltüte gibt es noch nicht. Sobald dort wieder jemand wohnt, der die Wände von Mitternacht bis 3 Uhr morgens erzittern lässt, weil er jede Tür zu schmeißt, sobald ich also erneut alle paar Minuten in meinem Bett aus dem Schlaf und ein bis zwei Zentimeter hoch gerissen werde, brauche ich das Hostel natürlich wieder. 

Ich komme mir nicht gern vor, wie früher die Mitglieder einer Sekte, die über sich behauptet haben, sie könnten im Zustand der transzendentalen Meditation über dem Boden schweben. Sie konnten das zwar nicht, ich ohne Mieter im Zimmer D auch nicht.   

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Verantwortlich für diesen blog


Heinz-Peter Tjaden
Caminho do Areeiro de Baixo 5
Sao Martinho
9000-229 Funchal
Madeira
Telefon 92 615 6885
heinzpetertjaden03@gmail.com
www.heinzpetertjaden.de

Freitag, 22. April 2022

Immer noch frei

Immer mehr neidische
Gäste. Foto: Tjaden

Mitleid mit zukünftigem Mieter

Das Zimmer D, das innerhalb eines Jahres zwei Mieter beherbergt hat, die sich wohl für etwas Besseres hielten und sich deshalb um nichts kümmerten, sucht nun den dritten Mieter. An manchen Abenden stelle ich mir vor, dort sei bereits jemand, dem nicht alles egal ist. Der hätte gestern Abend wieder einmal einen Schock bekommen. 

R., der noch ziemlich gut gelaunt gewesen ist, als er von der Arbeit kam, flippte plötzlich aus und schrie im Haus herum, dass die Wände wackelten. Sein Bruder M. saß derweil im Zimmer F vor dem lautstarken Fernseher. Ich öffnete kurz die Zimmertür und wurde nun ebenfalls von R. beschimpft. Ich schloss die Tür wieder. Doch richtig rund ging es erst wieder nach Mitternacht. Das ist in diesem Haus fast täglich so.

Heute Morgen habe ich erst einmal die Küche gewischt, damit niemand auf dem Boden kleben bleibt, bis zur Taverne kam ich unbehindert, während ich Kaffee trank und Zeitung las, stellte ich fest, dass mich immer mehr Gäste beneiden, weil ich als Fan des FC Porto gelte. Ich vergaß R. und das Zimmer D und freute mich auf einen sonnigen Tag.